Sound of Heimat

Der Neuseeländer Hayden Chisholm schafft es Lust auf deutsche Volkslieder zu machen.

Spiegel Online

Sound of Heimat

Deutschland singt

Es ist wirklich komisch: Man muss das Wort Volksmusik nur ganz leicht verändern und schon finden es alle ganz wunderbar. Tausche ein F gegen ein V und lasse das S weg - und schon steht da Folkmusik. Und sofort denkt jeder an coole, vollbärtige Gitarrenbarden aus Kanada, England oder den USA. Obwohl beide Wörter im Prinzip genau das gleiche bezeichnen, nämlich traditionelle Melodien und Texte, werden sie hierzulande völlig unterschiedlich wahrgenommen. Deutsche Volksmusik? Nee, lass gut sein. Warum ist das so? Warum bewundern wir die Volksweisen anderer Länder, wenden uns bei den eigenen aber verschämt ab? Die Filmemacher Arne Birkenstock und Jan Tengeler haben den neuseeländischen Saxophonisten Hayden Chisholm vor zwei Jahren auf Entdeckungsreise durch Deutschland geschickt, um herauszufinden, warum besonders jüngere Menschen hier so große Probleme mit deutscher Volksmusik haben. Chisholm, ein umtriebiger Weltenbummler, trifft in Köln auf sangesfreudige Kneipengänger, wandert mit einer Jodellehrerin durchs Allgäu und fährt mit dem Leipziger GewandhausChor zu einem Auftritt ins Vogtland. Durch seine unvoreingenommene Art findet er schnell Kontakt zu seinen Protagonisten. Er plaudert mit ihnen und fühlt sich mit seinem Saxofon in ihre Melodien hinein. Nach und nach beginnt man zu verstehen, was deutsche Volksmusik bedeuten kann. Vor allem: Zusammenhalt und Geborgensein.

Sprache
Deutschland singt
Genre
Dokumentarfilm
Land
Deutschland
Jahr
2012
Regie
Arne Birkenstock, Jan Tengeler
Produktion
Fruitmarket Kultur und Medien & Tradewind Pictures
Länge
93 Minuten
FSK Film
0 Jahre

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